
SICHERHEITSPOLITIK
Das Institut für Geopolitik in Ozeanien befasst sich intensiv mit der sicherheitspolitischen Bedeutung des Indopazifiks, einer Region, die für Deutschland von Bedeutung ist.
Der Indopazifik, der sich von der afrikanischen Ostküste bis zur amerikanischen Westküste erstreckt, umfasst über 60% der Weltbevölkerung und generiert mehr als die Hälfte des glob. Bruttoinlandsprodukts. Diese Region ist zudem ein Dreh- und Angelpunkt für internationale Handelswege und beherbergt neun der zehn größten Containerhäfen der Welt.
Die sicherheitspolitische Lage im Indopazifik ist durch eine hohe Dichte an Rüstungsaktivitäten geprägt, da sich hier sechs der neun Atommächte der Welt befinden. Diese Dynamik wird durch geopolitische Spannungen und militärische Aufrüstungen weiter verschärft. Für Deutschland ist es daher essenziell, enge Beziehungen zu den Staaten des Indopazifiks zu pflegen und seine sicherheitspolitische Präsenz in der Region zu stärken, um die Stabilität und Sicherheit langfristig zu gewährleisten.
In diesem Kontext orientiert sich die deutsche Sicherheitspolitik an den Leitlinien der Bundesregierung zum Indo-Pazifik aus dem Jahr 2020 sowie deren jährlichen Fortschrittsberichten. Diese Leitlinien stimmen weitestgehend mit der EU-Strategie für die Zusammenarbeit im indopazifischen Raum überein und unterstreichen die Bedeutung der Region für die globale Sicherheitsarchitektur.